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23.06.2007 - Ausnahmetalent aus Finnland

Schöppingen. Erja Lyytinen zählt ohne Zweifel schon jetzt als Geheimtipp des 16. Schöppinger Bluesfestivals. Im vergangenen Jahr begeisterte die Finnin auf der „Ruf Blues Caravan“ das Publikum in Deutschland. Die Slide-Gitarristin beherrscht ihre Gitarre, sie lebt und liebt den Blues. Vergleiche mit Bonny Raitt, mit der sie schon auf mehreren amerikanischen Blues-Festivals spielte, sind bei Szenekennern keine Seltenheit mehr. In Schöppingen wird sie erstmalig in Deutschland mit ihrer eigenen Band auftreten.
In den letzten Jahren hat Erja Lyytinen die internationale Musikszene im Sturm erobert. Sie ist eine junge, talentierte Sängerin, Songwriterin und außergewöhnliche Gitarristin, die von einer Dobro bis zur Slide-Gitarre alles spielt. „Aber die Gitarre – oder jedes andere Instrument – ist nur dazu da, mein Anliegen zu unterstreichen, welches ich mit meinen Songs ausdrücken möchte“, sagt sie.

Erja Lyytinen wurde in Kuopio, einer finnischen Kleinstadt, in einer Musikerfamilie geboren. Mit 15 Jahren stand sie mit ihren Eltern auf der Bühne und sang, spielte zuerst Geige und später E-Gitarre.

Erja’s zweites Album „Wildflowers“, bei dem sie übrigens auch in die Produktion eingebunden war, wurde im Juni 2003 auf einem der größten finnischen Musikfestivals, dem Puistoblues Festival, offiziell veröffentlicht. „Das war großartig“, erzählt Erja begeistert. „Wir spielten vor Koko Taylor und Bonnie Raitt, die beide einen immensen Einfluss auf mich hatten.“ Erja Lyytinen ist oft mit Raitt verglichen worden, und das finnische Magazin „Blues News“ nannte sie soger die Bonnie Raitt von Finnland.

Im Jahr 2005 kam Erja Lyytinen zu Ruf Records und flog direkt in die Südstaaten der USA, wo sie mit den britischen Musiker-Kollegen Ian Parker und Aynsley Lister an einem gemeinsamen Projekt arbeitete, dessen Ergebnis das Album „Pilgrimage from Mississippi to Memphis“ war. Sie kehrte im Jahr 2006 zurück in die USA, um ihr erstes Soloalbum aufzunehmen: „Dreamland Blues“.

Ihr herzzerreißendes und „dreckiges“ Slidegitarrenspiel steht in starkem Kontrast zu ihrer zierlichen, nordeuropäischen Gestalt und akademischen Musikausbildung. Sie integriert in ihre Songs eine Menge Einflüsse, wie Jazz, Pop, R&B und Country Music, aber wie Ian Parker richtig feststellte: „Erja hat nun ihre wahre musikalische Heimat – den Blues gefunden.“ Das 16. Schöppinger Bluesfestival ist eine Chance, dieses Ausnahmentalent zu hören.

Karten gibt im im Vorverkauf für 25 Euro plus VVK-Gebühr, an der Tageskasse für 30 Euro.

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