Kulturring Schöppingen

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05.05.2008 - Nichts für schwache Ohren

-vba- Schöppingen. Laute Töne, rockige Klänge – das Rockkonzert in der „Alten Druckerei“ am Samstagabend war definitiv nichts für schwache Ohren. Nach der Premiere im Oktober lud der Kulturring mit dem Konzept „Eintagsfliege“ nun schon zum zweiten Mal zum Abrocken ein und ließ sich auch beim diesjährigen Line-up nicht lumpen: Mit gleich drei lokalen Bands musste es das Publikum aufnehmen – und diese wurden ihrem jeweiligen Ruf mehr als gerecht.

Um kurz vor neun ging das Spektakel los: Die Dülmener Band „Do you mind“ machte den Start und sich selbst zur Aufgabe, das noch verhaltene Publikum mit deftigen Bassklängen aufzuwecken. Dass die Jungs diesem Anspruch mehr als gewachsen waren, zeigte sich spätestens, als ihre weiblichen Fans aus Schöppingen mit eigenen Plakaten auftrumpften. Ihren Durchbruch hatte die Band schon 2006 bei „Rock am Bad“ geschafft. Dass sie sich durch diesen Auftritt eine treue Fangemeinschaft in Schöppingen aufbauen konnte, hätte aber Schlagzeuger Johannes Tennagels nicht erwartet. Durch ihr charismatisches Auftreten und ansprechende Titel wie „Forever 18“ oder „Tonight“ hatten die Jungs schnell die Gunst des jungen Publikums gewonnen.


Ob es für das Dülmener Quartett schwer war, als erste Band an diesem Abend aufzutreten? „Keineswegs“, beteuerte Frontsänger Davis Sestendrup später. Obwohl es schwer sei, „als erster Act das Eis zu brechen“. Aber nach Auftritten am Brandenburger Tor in Berlin und beim bekannten Hurricane-Festival stellte dies für die Jungs kein Problem dar: Das Eis haben die Vier gebrochen, was laute Zugabe-Rufe am Ende ihres Auftritts bewiesen.

Mut zum Geschrei zeigte die Rockformation „New Hope“ aus Borghorst. Unverkennbar war die kreischige Stimme von Bassist Stan Dauke, vor der sich selbst die müdesten Ohren nicht verschließen konnten. Dass die Jungs nur wenige Stunden vor ihrem Auftritt noch eine kleine Panne meistern mussten, weil beim Soundcheck eine Gitarrenseite von Bandmitglied Michael Maihaus gerissen war, bemerkte keiner der knapp 150 Zuschauer. Gekonnt absolvierte die Truppe ihren Auftritt und erstaunte durch eine dynamische Bühnenshow, die sowohl für die Band als auch für das tanzende Publikum Schweiß treibend war. „Wessen T-Shirt vom Abrocken schon zu durchgeschwitzt ist, kann gerne ein trockenes T-Shirt mit Bandlogo erwerben – natürlich nach der Show“, empfahl Sänger Robert Entrup zwischendurch ironisch.

„Wir haben heute das Glückslos gezogen“, stellte Gitarrist Michael Maihaus nach dem Auftritt fest. Um jeder Band faire Auftrittschancen zu ermöglichen, wurde die Reihenfolge nämlich ausgelost. Die Jungs von „New Hope“ hatten gehofft, als zweite Band spielen zu dürfen – eine Rechnung, die voll aufging.

Mit der in Schöppingen sehr bekannten Band „Rockwasser“ fand das Konzert schließlich seinen krönenden Abschluss. Über eine Stunde begeisterte die Gruppe, bestehend aus drei Asbeckern und einem Schöppinger, die Fans und ließ sich vom zu später Stunde schrumpfenden Publikum nicht beirren: Zwar war die Halle gegen Ende des Konzertes nicht mehr allzu voll. Aber die wenigen Standhaften riss es bei den – erstmals an diesem Abend deutschsprachigen – Titeln wie „Nr. 1“ oder „Einmal an dich ran“ trotzdem von den Bänken. Sogar die Feuerzeuge wurden bei der teils melancholischen Gitarrenmusik gezückt. „Die Stimmung war echt super, die Leute gut drauf“, schwärmte Sänger Jörg Woltering am Ende der Show.

Eine positive Bilanz zog Christopher Wulff vom Orga- Team der Veranstaltung: Zwar war die Besucherzahl nicht überragend, aber „so ein neues Konzept wie ‚Eintagsfliege’ muss sich auch erstmal etablieren“, stellte er später fest. In Zusammenarbeit mit dem Künstlerdorf und der Gemeinde Schöppingen sind nämlich weitere Konzerte dieser Art geplant: Die nächste „Eintagsfliege“ soll im Frühjahr 2009 stattfinden. Dann heißt es für Musikbegeisterte wieder: Abrocken erwünscht!

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