Kulturring Schöppingen

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26.05.2008 - "Immer da, aber nie, wenn wat war"

Schöppingen. Sie sind bekannt und äußerst beliebt, die „Bullemänner“ Heinz Weißenberg und Augustin Upmann. Anders kann man den Ansturm auf die Alte Druckerei in Schöppingen nicht deuten: 140 Personen strömten zu dem Gastspiel des Duos, das auf Einladung des Kulturrings und des Künstlerdorfes Schöppingen mit dem Programm „Sekuhrity“ begeisterte.

Vor allem die westfälischen Spitzen und die besonders gefeilten Spitzen der Gast-Schöppinger gegenüber den Eggeroder Nachbarn waren herrlich anzusehen und anzuschauen.

Der heilige Petrus wurde genauso auf die Schippe genommen wie die Maulfaulheit des Westfalen. Petrus, wunderbar parodiert durch den stilecht gewandeten Weißenberg, schickte den Neuankömmling im Himmel wieder auf die Erde, weil er Kippen brauchte. Der genaue Befehl lautete: „Alter, beeil dich. Rothändle für Judas Ischarioth und Overstolz für mich.“

Als „Westfälische Schutzengel“ waren Weißenberg und Upmann auch nicht viel himmlischer. „Westfälische Schutzengel finden sich im Ranking gleich hinter sizilianischen.“ Das ist ja auch kein Wunder, wenn man dem Motto der Schutzengel glaubt: „Immer da, immer nah, aber nie, wenn wat war.“

Immer wieder zeigten sie auch ihre musikalische Seite, an der sie offensichtlich gearbeitet haben. Doch oftmals reichten schon Blicke, um das Publikum zum Lachen zu bringen. Der pure Schelm blitzte aus ihren Augen, wenn sie solistisch agierten.

Weißenberg mimte den dickbäuchigen, steifbeinigen Karl, der eine ganz besondersfiese Methode zur Integration von Migranten bereit hielt: Der Türke Mustafa musste einen ganzen Kasten Bier auf einmal austrinken. Die letzte Flasche kippte Karl in den „Pisspott“ hinein, den er mit Senf ausgestrichen hatte. Auch diese Brühe sollte Mustafa leeren, weil er sonst nicht den deutschen Pass bekomme.

Ins Germanentum versetzte Upmann die Zuschauer, erschien er doch selbst als alter Hermann der Cherusker im stilechten Aufzug. Gern hätte er dem Varus gezeigt, wer der Bessere ist. Dann wären auch die Westfalen zivilisiert worden und nicht nur die Rheinländer.

Ganz zum Schluss durfte natürlich ihr Erkennungslied nicht fehlen: „Bleib sitzen, wenn du ein Westfale bist. Sei still, wenn Stimmung im Saale ist.“ Das Publikum folgte mitten im Westfalenland diesem Rat nicht. Es bedankte sich mit stürmischem Applaus für einen unterhaltsamen Abend.

Elvira Meisel-Kemper

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